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Hausumbau – mit welchen Kosten muss man rechnen?

    Ein komplett neues Haus zu kaufen ist heutzutage kostspielig. Obwohl die nötigste Arbeit dann bereits getan ist und man sich Sanierungskosten und einen Umbau sparen kann, ist der Anschaffungspreis für ein neues Haus oftmals zu hoch. Da ist der Gedanke, ein günstigeres Haus zu kaufen, das älter ist und gar nicht verkehrt. Jedoch muss man dann natürlich mit den Umbaukosten rechnen und darauf hoffen, dass diese nicht teurer werden, als ein modernes Haus anzuschaffen. Pauschal kann keine Allgemeinaussage treffen, ob es sich lohnt, ein altes Haus umzubauen. Wie man die kosten jedoch einschätzen könnte erläutern wir jetzt.

    Die richtige Planung

    Zunächst ist es sehr wichtig, richtig zu planen. Das kann natürlich jeder mit dem nötigen Fachwissen schaffen, grundsätzlich wird hierfür aber ein Architekt herbeigezogen. Dieser kann eine professionelle Aussage über die nötigen Änderungen und Erneuerungen machen und Ihnen zu Ihrem Traumhaus verhelfen. Durchschnittlich müssen Sie für einen Architekten ca. 15% der Baukosten als Honorar zur Verfügung stellen.

    Baukosten

    Hierbei gibt es zunächst die reinen Umbaukosten. Diese betreffen nur die neue Herstellung von Bauteilen. Was oftmals neben diesen reinen Baukosten vergessen wird sind mögliche Baunebenkosten. Hierzu zählen zum Beispiel Maklerkosten, die Grunderwerbssteuer oder Kosten für eine Finanzierungsberatung. Wenn der Umbau groß ist, dann können die Baunebenkosten 10% bis 15% der reinen Baukosten betragen. Man kann dann bei den reinen Baukosten mit bis zu 20% des Kaufpreises rechnen.

    Sanierungskosten

    Die Sanierung sollte nicht unterschätzt werden. Dabei muss eine Dämmung vorgenommen werden, bei der von mindestens 140 EUR pro m² Fassadenfläche ausgegangen werden kann. Dazu kommen noch ca. 500 Euro pro Fenster und 35 Euro pro m² Wohnfläche die zu den Sanierungskosten gerechnet werden müssen.

    Strom-, Wasser- und Heizungserneuerungen

    Die Lebensdauer von alten Leitungen beträgt im Durchschnitt nur ca. 30 Jahre. Wird es also Zeit für eine Erneuerung, fallen auch hier Kosten an. Dazu gehören elektrische Leitungen sowie Trinkwasser- und Abwasserleitungen. Auch die Lebensdauer einer Heizung beträgt rund nur 20-30 Jahre. Muss diese ausgetauscht werden, so können Sie mit einem Mindestbetrag von 10.000 Euro rechnen.

    Weitere technische Instandsetzungen

    Je nachdem, wie der Zustand des Hauses ist, könnten noch weitere Instandsetzungen von Nöten sein wie zum Beispiel die Trockenlegung und Entfeuchtung des Kellers, sowie die Abdichtung der Kellerwände. Ein anderes Beispiel ist die Erneuerung der Innentreppen, falls diese in einem schlechten Zustand sind oder die Erneuerung der Haustür.

    Dacharbeiten

    Wenn eine Dacherneuerung nötig ist, können ähnlich hohe Kosten anfallen wie beim Austausch der Heizung. Sollten Sie gar den Ausbau des Daches planen, so werden die Kosten noch deutlich höher anfallen, vor allem, weil dann ebenfalls die Kosten für die Dämmung des Daches hinzukommen.

    Bodenarbeiten

    Auch die kosten für Bodenarbeiten sollten nicht unterschätzt werden. Zum einen muss man neue Bodenbeläge kaufen. Diese erhalten Sie fuer ca. 20 Euro bis 40 Euro pro m², je nach Material. Wenn Sie diese nicht selbst verlegen, kommen die Kosten eines Fachmannes hinzu, der dies für Sie tut.

    Wände und Tapeten

    Natürlich muss auch gestrichen werden. Hierbei können Sie mit ca. 10 Euro bis 20 Euro pro m² rechnen. Die Rechnung kann auch doppelt so teuer werden, wenn Ausbesserungen nötig sind oder Tapeten entfernt werden müssen.

    Weitere Kosten

    Je nach Zustand des Hauses, kann es bei den oben genannten Kosten bleiben, jedoch fallen oftmals noch zusätzliche Erneuerungen an wie beispielsweise die Terrasse, Küche oder Bäder.

    Zusammenfassung

    Die oben genannten Kosten müssen also zusammen summiert werden und es sollte abgewogen werden, ob das nicht bereits die Kosten eines Neubaus übersteigt. Generell können Sie mit Kosten von ca. 1.100 Euro pro m² rechnen. Hinzu kommt nach dem Umbau natürlich noch die Innenausstattung und Möblierung des Hauses. Setzen Sie viel auf Eigenleistung, insofern sie möglicherweise die Fähigkeiten besitzen, wie beispielsweise beim Bodenbelag, so können sie Einiges an Kosten sparen. Jedoch sollte bereits in einer ersten Planungsrechnung klarwerden, ob sich der Aufwand für einen Umbau lohnt oder ob ein Neubau nicht doch die bessere Option sein könnte.

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